Transalp Tagebuch 2007


Am 24.Juni 2007 starteten über 550 Zweierteams aus 25 Nationen in Oberammergau zur fünften Jeantex-TOUR-Transalp – der Alpenüberquerung für ambitionierte Rennradamateure. Darunter auch die drei Teams des 1. Pirnaer Radvereins A.Klempin / I. Rittmeyer (Jahrgang 1936) ; G.Russig / J.Klempin und Dr. R. Schumann / C. Bellmann sowie gute Freunde des Vereins F.und B. Mizerra aus Dresden. 
Begleitet, liebevoll umsorgt, betreut, gehegt und gepflegt, aufgemuntert, versorgt, instruiert und angefeuert wurden die beiden Teams diesmal wieder von Sylvia Gollmann und Erika Rittmeyer, die ganz ein besonderes Augenmerk auf ihren Mann, dem Feldältesten mit 71 einhalb Lenzen, legte.


Die Tour


Die Jeantex-TOUR-Transalp gehört zu den härtesten, aber auch faszinierendsten Amateurrennradrennen der Welt. Als Team gilt es die Alpen in 7 Tage und Etappen (ohne Ruhetag) zu überqueren. Gefahren wird als Zweier-Team, wobei jeweils die Zeit des letzten Teampartners einer Etappe im Ziel gewertet wird. Sieben Tage lang geht es durch die schönsten Landschaften der Alpen und über spektakuläre Pass-Strassen. In diesem Jahr war zum wiederholten Mal Oberammergau der Startort. Tour-Ende war erneut, wie in den Jahren zuvor, Riva del Garda am Gardasee. Insgesamt waren 861 Kilometern mit 18.808 Höhnmetern über 18 Pässe zu bewältigen. Die Tagesetappen waren zwischen 100 – 156km lang und es galt zwischen 1800 - 3500 Höhenmetern zu bewältigen


Die Strecke


1. Etappe: Oberammergau - Imst 110km, 2223 Höhenmeter

2. Etappe: Imst – Ischgl 148km, 3226 Höhenmeter 

3. Etappe: Ischgl – Naturns 158km, 2842 Höhenmeter 

4. Etappe: Naturns – Livigno 117km, 3577 Höhenmeter 

5. Etappe: Livigno – Ponte di Legno 120km, 2814 Höhenmeter 

6. Etappe: Ponte di Legno – Kaltern 109km, 2352 Höhenmeter 

7. Etappe: Kaltern – Riva del Garda 100km, 1774 Höhenmeter


Ergebnisse







































































Bilder


Anreise: Sa, 23.06.07


Anreise in Oberammergau. Abholung der Startunterlagen, welche dieses Jahr deutlich schneller und besser klappt wie im Vorjahr. Anschließend Toursachen packen, Rad noch mal zusammenbauen und checken und dann Einzug ins Fahrercamp. Am Abend fand wie immer der Empfang der Fahrer durch die Organisation mit Briefing und Pastaparty in der großen Festhalle statt Nach diesem offiziellen Teil wechselten wir alle auf den Campingplatz, wo unsere Begleitteams übernachteten, um den Abend mit einem Glas Rotwein ausklingen zu lassen: Die Stimmung unter uns war gut und alle waren voller Vorfreude. Für Gernot und Jana war es der erste Tourstart. Beide waren schon ein bisschen aufgeregt, was die Woche so bringen würde. Wie würden sie über die Berge kommen? Würde Janas Knie durchhalten, welches bereits Wochen vorher immer wieder Probleme bereitet hatte. Aber auch die Anderen waren, trotz ihrer Transalp Erfahrungen, auch ein wenig nervös. Würden sie auch diesmal wieder gut über die Alpen fahren? Das Ziel war natürlich eine gute Platzierung. Aber voll allem sturz- und pannenfrei sollte die Woche werden. Für Jana und Gernot war die Platzierung erstmal nicht so vordergründig. Sie wollten vor allem eine schöne Woche verbringen, gesund in Riva ankommen und Spaß haben. Unsere gemütliche Runde endete aber schon bald, da die meisten von uns doch recht müde von der Anreise waren. Also gingen wir bereits gegen 10 ins Camp zurück.
 









































 




Etappe 1: So, 24.06.07


Trotzdem der Start erst für 10.00 Uhr vorgesehen war, gab es dich tatsächlich Spezialisten im Camp, die ihren Wecker bereits auf 5 Uhr morgens gestellt hatten und dann doch tatsächlich auch schon aufstanden. Die erste Nacht war sehr unruhig gewesen. Wir versuchten zwar noch ein wenig weiter zu schlafen, aber gegen halb 6 war es vorbei mit der Ruhe. Die Meisten gaben sich geschlagen und standen dann mit den Anderen auf, so auch wir. Nach dem Frühstück hieß es sich umziehen, Tasche packen und abgeben und dann warten auf den Start. Zum Glück war der Morgen schon recht warm und die Sonne schien herrlich, so dass wir uns noch ein wenig in die Sonne setzen konnten. Je näher der Start kam, desto nervöser und angespannter wurden alle Fahrer. Die Toiletten am Start waren alle blockiert, was bei über 1000 aufgeregten Teilnehmern nicht verwunderlich war. Und dann war es endlich soweit, pünktlich um 10 viel der Startschuss. Die erste Etappe sollte eine Einrolletappe werden. Sie ging von Oberammergau nach Imst, war 109 km lang und es galt 18809 Hm zu überwinden. Zunächst ging es recht flach über den Ammernsattel und dann über das 1894 m hohe Hahntennjoch (1884m)nach Imst (Österreich). Eine landschaftlich schöne Strecke, deren schwierigster Teil erst am Ende kommt, den das Hahntenjoch, mit seine zum Teil 14% Steigungen kann schon ewig lang werden, wenn man sich am Anfang verleiten lässt und zu schnell losfährt und damit überzieht. Auch machte es die vom Himmel prasselnde Sonne und Temperaturen um 28-30° C nicht unbedingt leichter. Aber in diesem Jahr schafften alle unsere Teams die Strecke ohne Probleme. Unser Mixed Team bekam sogar eine Notladung eines Kleinflugzeuges auf dem Hahntenjoch mit. Nebenbei dem Pilot war nichts passiert. Das Flugzeug kam ganz unbeschadet auf dem Boden an. Im Ziel in Imst empfingen uns Sylvia, Erika und Siggi. Nach einer Dusche und dem Aufbau des Schlafplatzes im Camp und einer kurzen Relaxphase tranken wir alle noch ein "kleines Blondes" oder anderes, bevor es zur Pasta-Party und später zum Camp ging.
 


Zwischenergebnisse nach der 1. Etappe:

Gernot und Jana: Mix: 75. Platz 
nach einer Fahrzeit von 5:17.46,7 Stunden
Gesamtwertung: 540 Platz 

Immo und Andreas: Grand Master: 18. Platz
nach einer Fahrzeit von 3:56.56,6 Stunden
Gesamtwertung: 208 Platz

























































































































 














Etappe 2: Mo, 25.06.07


Heute ging es von Imst über den Arlbergpass (1795m)und die Bielerhöhe (2032m)nach Ischgl. Es galt insgesamt 146 km und 3295 Hm zurück zulegen. Um 9 Uhr standen Gernot und Jana mit den anderen am Start. Beide waren etwas sehr müde, da sie auch in dieser Nacht nicht wirklich gut im Camp schlafen konnten. Aber es versprach ein schöner sonniger Tag zu werden und als dann das Feld, nach dem Start, ins Rollen kam, verging die Müdigkeit. Es ging in größeren Gruppen zügig zum Arlbergpass und man musste zum Teil schon ganz schön aufpassen, da manchmal doch ganz schön unruhig und unrhythmisch gefahren wurde. Und so kam es, dass in der Gruppe in der sich Gernot und Jana befanden mehrere Fahrer in einen Sturz verwickelt waren. Beiden hatten Glück und blieben vom Sturz verschont. Jana hatte zufällig ein Handy dabei und rief das Jeantex Tour-Transalp Medical Team an, damit diese schnellstmöglich zur Hilfe kommen konnten. Dabei stieß ein anderer Fahrer versehentlich gegen ihr angelehntes Rad, so dass dieses umfiel. Erst dachte Jana sich nicht dabei und musste dann aber bei der Weiterfahrt am Arlberg feststellen, dass es ihre Schaltung verstellt/verbogen hatte, so dass sie Schwierigkeiten beim Schalten bekam, was wie man sich denken kann sehr ungünstig am Berg war. Nach einer langen Abfahrt vom Arlbergpass ging die Strecke nach Schruns und Gaschun, bevor der letzte Anstieg des Tages begann, die Bielerhöhe. Am Anfang noch nicht so steil begann der Anstieg und es ging in Serpentinen durch den Wald, bis sich dann auf einmal eine Wand, die ewig lang zu sein schien, vor den Fahrern aufbaute. Das war also die Bieler Höhe. Und so wie Uli Stancius es uns am Abend vorher beim Briefing schon gesagt hatte, baute sich diese Passtrasse tatsächlich wie eine riesige Wand vor einem auf, wo man am Anfang erstmal denkt "Oh Gott…." Mittlerweile war es auch wieder sehr heiß geworden, so dass man auch froh war die Wasserflaschen an der letzten Labe gefüllt zu haben. Der Anstieg zog sich auch ganz schön und dann erblickte man die Staumauern des Vermunt Stausees.. Vorbei am türkisblauen Stausee, umringt von schneebedeckten Bergen, ging es flacher zum letzten 5 km-langen Anstieg, bis man dann endlich auf der Passhöhe am Silvretta Stausee ankam. Danach wurde man mit einer herrlichen 15km langen Abfahrt nach Ischgl belohnt. Und in Ischgl warteten Sylvia, Erika und Siggi wieder um Ziel mit guter Laune auf uns. Und während Jana beim Duschen war, brachte Sylvi und Andreas ihr Rad zum Roseversand, die sich ihrer Schaltung annahmen.
 


Zwischenergebnisse nach der 2. Etappe:

Gernot und Jana: Mix: 59. Platz
nach einer Fahrzeit von 6:57.03,5 Stunden
Gesamtwertung: 506 Platz

Immo und Andreas: Grand Master: 16. Platz
nach einer Fahrzeit von 5:39.26,5 Stunden
Gesamtwertung: 210 Platz


























































 







Etappe 3: Die, 26.06.07


Am 3. Tag ging es von Ischgl über Landeck, über die Norberthöhe, den Reschenpass und die Vinschgauer Höhenstrasse nach Naturns. Insgesamt mussten heute 156 km mit 2852 Hm bewältigt werden. Dies war zwar die längste Etappe der Tour 207, aber nicht die Königsetappe. Die Königsetappe sollte erst am nächsten Tag sein. Aber es galt erstmal den heutigen Tag schaffen. Bis zu den frühen Morgenstunden hatte es geregnet und es war deutlich kühler geworden. Die Schneefallgrenze war auf 2500 Meter gefallen. Aber bereits zum Frühstück kam die Sonne raus und zum Start war es wieder wärmer. Nach einer über 20km Abfahrt gleich nach dem neutralisierten Start, hieß es auch schon die ersten Höhenmeter zu überwinden. Dort zog sich das Feld bereits auseinander. Ab Landeck ging es insgesamt leicht wellig, zwischendurch die Schweiz kreuzend, zur Norbertshöhe. Und dann weiter zum Reschenpass. Und dann waren wir in Italien, durch das uns auch die restlichen Etappen führen würden. Rainer hatte heute leider etwas Pech. Er verlor Zeit, weil er einen Reifenschaden hatte und kam somit einige Minuten später wie Christian ins Ziel Insgesamt war es heute der längste Tag auf dem Rad. Es war zwar nicht der steilste Tag oder der mit den meisten Höhenmetern, seine Herausforderung lang in der Länge. Die schnellsten waren Andreas und Immo. Sie kamen nach 5:45 Stunden in Naturns an. Unsere Begleiter warteten wie immer geduldig im Ziel. Und Sylvi holte sich dabei einen schönen Sonnenbrand.
 


Zwischenergebnisse nach der 3. Etappe:

Gernot und Jana: Mix: 68. Platz
nach einer Fahrzeit von 7:06.03,4 Stunden
Gesamtwertung: 503 Platz

Immo und Andreas: Grand Master: 19. Platz
nach einer Fahrzeit von 5:45.16,1 Stunden
Gesamtwertung: 220 Platz















































 








Etappe 4: Mi, 27.06.07


4. Etappe - Königsetappe. Von Naturns ging es über eine der höchsten Passstrassen der Alpen dem Stilfser Joch (2770 m) nach Livigno. Insgesamt galt es heute 118 Km mit 3576 Hm zu überwinden. Am Morgen schien bei nur leicht bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen die Sonne und es versprach ein schöner Tag zu werden mit einer super Sicht vom Stilfser Joch ins Tal und auf den daneben liegenden Ortler (3905). Start war wie immer um 9. Es ging zuerst leicht ansteigend, im zügigen Tempo und bei Gegenwind nach Trafoi. Gut war, wen man auf der Strecke ne Gruppe hatte. In Trafoi war bereits die erste Labe, bevor es mit dem Anstieg zum Stilfser Joch weiter ging. Insgesamt galt es 1879 Hm am Stück, auf 28 Km Länge mit bis zu 12 Prozent Steigung, in 48 Kehren zu überwinden. Das stellte eine große Herausforderung für alle dar, da man ja bereits 3 Tage mit mehreren Passüberquerungen und etlichen Höhenmetern hinter sich hatte. Aber ein klasse Erlebnis war es trotzdem, als man sich Kehre für Kehre, der eine schneller, der andere langsamer, das Joch hochgekurbelt hatte und dann am höchsten Punkt des Passes angekommen war. Leider blieb den Fahrern nur wenig Zeit den Blick zu genießen. Während der Auffahrt, hatte sich der Himmel nämlich zugezogen und es begann zu regnen bzw. gab es sogar auch leichten Schneeregen. Dadurch erschwerte sich die Abfahrt nach Bormio, so dass man zusehen musste, so schnell wie möglich vom St. Joch runter zu fahren. Auch wurde die Abfahrt durch mehrere unbeleuchtete Tunnel erschwert. Die Mitarbeiter des J.-Tour-Teams gaben aber rechtzeitig Zeichen, um das Tempo soweit zu verringern, so dass man unbeschadet durch die Tunnel kam. Nach der 20km Abfahrt erreichte dann die Fahrer Bormio. Und von dort waren es dann auch "nur" noch 36 km mit nur noch 2 Pässen (dem Passo Foscagno 2291m und dem Passo dÉira 2210m) und ca 1200 Hm bis ins Ziel. Diese "nur noch 36km" zogen sich aber doch noch einmal ganz schön. Im Ziel in Livigno (1869 Hm) erwarteten uns Sylvia, Erika und Siggi mit super leckeren Schinken und Käse aus der Region.. Nach 4 Tagen Müsli, Nudeln, Power Gels und Riegel war der Schinken und Käse eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan. Am Abend wieder Pasta-Party mit Nudeln. .
 


Zwischenergebnisse nach der 4. Etappe:

Gernot und Jana: Mix: 54. Platz
nach einer Fahrzeit von 7:22.17,4 Stunden
Gesamtwertung: 485 Platz

Immo und Andreas: Grand Master: 15. Platz
nach einer Fahrzeit von 6:10.49,6 Stunden
Gesamtwertung: 219 Platz































































 







Etappe 5: Do, 28.06.07


Die Nacht vom Mittwoch zum Donnerstag, sanken die Temperaturen enorm. Unsere Mädels auf dem Campingplatz in ihren Autos mussten ganz schön bibbern. Die Temperatur sank in der Nacht bis auf 3° Grad. Wir im Camp bekamen von der Kälte nicht viel mit, nur am Start war es noch sehr kühl, aber dadurch dass die Sonne zeitig schien und der erste Anstieg bereits kurz nach dem Start war, wurde uns sehr bald warm. Die 5. Etappe ging von Livigno über den Forcola Pass (2315) und den Passo Mortirolo (1850) nach Ponte di Legno. Sie war 119km lang und es galt 2814 Hm zu überwinden. Wie bereits gesagt folgte kurz nach dem Start und einer Ehrenrunde durch den Livigno der Anstieg zum Passo di Forcola di Livingo, welchem eine mehr als 30km lange Abfahrt nach Tirano folgte. Kurz nach Tirano begann auch schon der 2. und letzte Anstieg des Tages nach Trivigno und zum Passo Mortirolo. Dieser 20km lange Anstieg war aber nicht zu unterschätzen. Der Passo Mortirolo wurde zwar nicht von der steileren Seite, die schon beim Giro di Italia gefahren wurde, gefahren, aber auch die gemäßigter Seite hatte es in sich. Mit z.T. 18% Rampen, war er einer der steilsten Anstiege der gesamten Tour. Und die Temperaturen kletterten auch wieder auf fast 30 Grad. An diesem Tag bekam Jana ganz schön Probleme. Die Nacht über plagten sie Durchfälle und tagsüber bekam sie Magenbeschwerden/-krämpfe, so dass ihr diese Etappe alles abverlangte. Auch bereitete ihrem Knie die Steilheit des Anstiegs zum Passo Mortirolo größere Probleme, deshalb kam unser Mixed Team heute auch erst nach 6.33 Stunden. Gernot musste heute ganz schön Schwerstarbeit leisten, immer wieder musste er Jana unterstützen und schieben, was vor allem bei den steilen Passagen nicht einfach war. Aber Jana war ihm dafür und dass er sie heute ganz besonders immer wieder aufbaute und motivierte sehr dankbar. Unsere anderen Teams kamen mit der heutigen Etappe besser klar und erreichten das Ziel in Ponte di Legno wieder mit sehr guten Zeiten. In Ponte di Legno warteten neben unseren Mädel, kalte Duschen und ein Camp, dass man nur mit einem Shuttle Bus erreichen konnte und nur 2 Toiletten für 120 Campschläfer hatte, auf uns. Die kalten Duschen waren nun wirklich weniger schön. Wir konnten von Glück sagen, dass es nicht geregnet hatte oder kalt war. Und so hieß es dann halt Zähne zusammenbeißen und durch. Am Abend war wie immer Pasta-Party und es gab wie immer lecker Nudeln. Aber so langsam konnten wir Nudeln nicht mehr sehen. Auch unsere Mädels hatten genug davon. Etwas Abwechslung zwischendurch wäre nicht schlecht gewesen. Janas Magen rebellierte schon bei dem bloßen Gedanken Nudeln essen zu müssen. Für sie wurde der Abend auch nicht lang. Beizeiten ging sie ins Camp und versuchte sich von der heutigen Etappe zu erholen, den Riva war nicht mehr weit. Nur noch 2 Tage. Und die Tour aufgeben und aus dem Rennen aussteigen, so kurz vor dem Ziel, wollte sie auf keinen Fall.
 


Zwischenergebnisse nach der 5. Etappe:

Gernot und Jana: Mix: 61. Platz
nach einer Fahrzeit von 6:33.39,3 Stunden
Gesamtwertung: 483 Platz

Immo und Andreas: Grand Master: 20. Platz
nach einer Fahrzeit von 5:11.01,6 Stunden
Gesamtwertung: 226 Platz





































































 





Etappe 6: Fr, 29.06.07


Die sechste und vorletzte Etappe von Ponte di Legno über den Passo Tonale (1884), das Brezer Joch (1410) und den Mendelpass (1378) nach Kaltern (412) präsentierte sich wieder im strahlenden Sonnenschein und hochsommerlichen Temperaturen. Mit 108 km mit 2352 Hm war es die zweitkürzeste Etappe der diesjährigen Tour. Pünktlich um 9 erfolgte wieder der Startschuss. Jana hatte heute Morgen immer noch Probleme mit dem Magen und das Knie schmerzte weiterhin. Den ersten Pass konnte sie noch zu Ende fahren, aber dann musste sie die heutige Etappe wegen der Beschwerden doch abbrechen. Sylvi, die heute dem Tross der Transalpler hinterher fuhr, gabelte Jana auf dem Passo Tonale auf und nahm sie mit nach Kaltern, wo sich bei der Tour Office als nicht gefinisht meldete und somit ihr Team eine Strafzeit von 10 Stunden bekam. Es war jetzt aber nicht so, dass unser Mixed Team aus dem Rennen war. Am nächsten Tag, durften sie wieder starten und waren weiter dabei. Gernot fuhr die Etappe nach Kaltern zu Ende und überquerte die Ziellinie mit einer super Zeit noch vor unseren anderen drei Teams. Auch in diesem Jahr gab es in Kaltern eine Sonderedition des bekannten Rotweins "Kalterer See" extra für die Jeantex Trans Alp Tour. Dies war ein tolles Mitbringsel, das von den Transalplern begeistert aufgenommen wurde. Natürlich auch von unsere Gruppe. Und die erste Flasche wurde bereits am Abend vorgekostet. Da alle Teams heute zeitiger im Ziel waren, blieb am Nachmittag noch Zeit ein wenig durch Kaltern zu bummeln. Allerdings kamen Sylvi, Andreas, Gernot und Jana nicht weit. Die erste "Pommes Bude" die sie fanden wurde gestürmt und mit Heißhunger wurden große Portionen Pommes, Kartoffelsalat und Cola vernichtet. Danach ging es allen wieder besser.
 


Zwischenergebnisse nach der 6. Etappe:

Gernot und Jana: Mix: 74. Platz
nach einer Fahrzeit von 10:00.00,0 Stunden
Gesamtwertung: 529 Platz

Immo und Andreas: Grand Master: 22. Platz
nach einer Fahrzeit von 4:15.37,8 Stunden
Gesamtwertung: 231 Platz




































 







Etappe 7: Sa, 30.06.07


Heute war die letzte Etappe! Es trennten uns nur noch 100 km und 1774 Hm vom Ziel in Riva. Voller Vorfreude und bei strahlendem Sonnenschein warteten alle Transalpler am morgen ungeduldig auf den Start. Für unsere Teams war die Devise nur keine Stürze mehr auf den letzten Kilometern, vielleicht noch einmal eine gute Zeit fahren und wenn möglich die letzte Strecke genießen. Um 9 ging es von Kaltern (412) 35km relativ flach und sehr zügig nach Mezzolomardo zum vorletzten Anstieg der Tour nach Andalo 1060), von dort folgte eine ca 25km lange Abfahrt nach Ponte Arche (404) zum Schlussanstieg auf den Passo del Ballino (796). Die Zeitnehmung erfolgte bereits auf der Schlussabfahrt am Tenno-See, damit man die Abfahrt mit dem Blick auf den Gardasee und das grandiose Gefühl es geschafft zu haben, so richtig genießen konnte. Und es nicht doch noch, so wenige Kilometer vor Riva zu einem Sturz kommt. In Riva del Garda wurden alle Transalpler von zahlreichen Zuschauern und mitgereisten Freunden unter riesigem Jubel empfangen. Als erstes von unseren Teams ereichten Rainer und Christian das Ziel nach einer Zeit von 3:15 Stunden gefolgt von Immo und Andreas mit einer Zeit von 3:17 Stunden. Bernd und Frank brauchten für die letzte Strecke 3:13 Stunden. Jana war heute auch wieder am Start. Ihr Magen hatte sich soweit wieder beruhigt. Gernot und sie wollten die letzte Strecke noch einmal genießen. Nach 4.05 Std. kamen auch sie in Riva an. Und trotz aller Strapazen, trotz aller Leiden war es doch irgendwie Schade, dass die Woche vorbei war. Wir hatten eine unvergessliche Zeit. Wir haben gekämpft, gelitten, gelacht und Spaß gehabt. Wir haben ein wenig Radsportluft geschnuppert und einen anderen Alltag kennengelernt. Einen großen Anteil, dass diese Zeit uns so unvergesslich bleiben wird, hat das gesamte Team der Trans Alp-Organisation, die diese Woche einfach perfekte organisiert hatte und auch unsere Beleitteams Sylvia, Erika wollen wir nicht vergessen, ohne die vieles schwere geworden wäre. Am Abend fand dann die Pasta Party mit Siegerehrung und anschließender Übergabe der Finisher Trikots statt. Nun konnten wir den Abend genießen und feiern. Die Beine baumeln lassen und stolz auf die Leistung unseres Teampartners und unserer eigener Leistung sein. 

Für alle von uns war es jedenfalls ein großartiges Erlebnis. Ob es ein nächstes Mal geben wird…, wer weiß....?
 


Endergebnisse:

Gernot und Jana: Mix: 72. Platz Gesamtwertung: 524 Platz nach einer Fahrzeit von 47:22.49,0 Stunden

Immo und Andreas: Grand Master: 17. Platz Gesamtwertung: 242 nach einer Fahrzeit von 34:16.30,8 Stunden



























































































































 















Dankeschön


An dieser Stelle nochmals vielen Dank an unsere Begleitteams Sylvia, Erika und Siggi. Vor allem Sylvia wollen wir hier besonders erwähnen. Einen großen Dank an Sie. 
Sie hat uns die ganze Woche unterstützt, aufgemuntert, zum Lachen gebracht und, und, und …. Ohne sie wären viele Sachen fiel schwerer zu bewältigten gewesen. Und wir sind sehr froh sie bei uns gehabt zu haben.

R.Rittmeyer / G.Rußig / J.Klempin / A.Klempin

Von mir an dieser Stelle auch einen großen Dank an Gernot für seine Unterstützung während der Tour. Er hat immer gewusst wann er mich aufmuntern musste und wie er mich zum Lachen bringen konnte. Und nicht zu vergessen sein starker rechter Arm.

J.Klempin
 












































































 







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