
Transalp
Tagebuch 2007
Am 24.Juni 2007 starteten über 550 Zweierteams
aus
25 Nationen in Oberammergau zur fünften Jeantex-TOUR-Transalp
– der
Alpenüberquerung für ambitionierte Rennradamateure.
Darunter auch die
drei Teams des 1. Pirnaer Radvereins A.Klempin / I. Rittmeyer
(Jahrgang 1936) ; G.Russig / J.Klempin
und Dr. R. Schumann / C. Bellmann sowie gute Freunde des Vereins F.und
B. Mizerra aus Dresden.
Begleitet, liebevoll umsorgt,
betreut, gehegt und gepflegt,
aufgemuntert, versorgt, instruiert und angefeuert wurden die
beiden
Teams diesmal wieder von Sylvia Gollmann und Erika Rittmeyer, die ganz
ein besonderes Augenmerk auf ihren Mann, dem Feldältesten mit 71
einhalb Lenzen, legte.
Die Tour
Die Jeantex-TOUR-Transalp gehört zu den
härtesten, aber auch
faszinierendsten Amateurrennradrennen der Welt. Als Team gilt es die
Alpen in 7 Tage und Etappen (ohne Ruhetag) zu überqueren. Gefahren wird
als Zweier-Team, wobei jeweils die Zeit des letzten Teampartners einer
Etappe im Ziel gewertet wird. Sieben Tage lang geht es durch die
schönsten Landschaften der Alpen und über spektakuläre Pass-Strassen.
In diesem Jahr war zum wiederholten Mal Oberammergau der Startort.
Tour-Ende war erneut, wie in den Jahren zuvor, Riva del Garda am
Gardasee. Insgesamt waren 861 Kilometern mit 18.808 Höhnmetern über 18
Pässe zu bewältigen. Die Tagesetappen waren zwischen 100 – 156km lang
und es galt zwischen 1800 - 3500 Höhenmetern zu bewältigen
Die Strecke
1.
Etappe: Oberammergau - Imst 110km, 2223
Höhenmeter
2.
Etappe: Imst – Ischgl 148km, 3226
Höhenmeter
3.
Etappe: Ischgl – Naturns 158km, 2842
Höhenmeter
4.
Etappe: Naturns – Livigno 117km, 3577
Höhenmeter
5.
Etappe: Livigno – Ponte di Legno 120km, 2814
Höhenmeter
6.
Etappe: Ponte di Legno – Kaltern 109km, 2352
Höhenmeter
7.
Etappe: Kaltern – Riva del Garda 100km, 1774
Höhenmeter
Ergebnisse
Bilder
Anreise: Sa, 23.06.07
Anreise in Oberammergau.
Abholung der Startunterlagen, welche
dieses Jahr deutlich schneller und besser klappt wie im Vorjahr.
Anschließend Toursachen packen, Rad noch mal zusammenbauen und checken
und dann Einzug ins Fahrercamp.
Am Abend fand wie immer der Empfang der Fahrer durch die Organisation
mit Briefing und Pastaparty in der großen Festhalle statt
Nach diesem offiziellen Teil wechselten wir alle auf den Campingplatz,
wo unsere Begleitteams übernachteten, um den Abend mit einem Glas
Rotwein ausklingen zu lassen: Die Stimmung unter uns war gut und alle
waren voller Vorfreude. Für Gernot und Jana war es der erste Tourstart.
Beide waren schon ein bisschen aufgeregt, was die Woche so bringen
würde. Wie würden sie über die Berge kommen? Würde Janas Knie
durchhalten, welches bereits Wochen vorher immer wieder Probleme
bereitet hatte. Aber auch die Anderen waren, trotz ihrer Transalp
Erfahrungen, auch ein wenig nervös. Würden sie auch diesmal wieder gut
über die Alpen fahren? Das Ziel war natürlich eine gute Platzierung.
Aber voll allem sturz- und pannenfrei sollte die Woche werden. Für Jana
und Gernot war die Platzierung erstmal nicht so vordergründig. Sie
wollten vor allem eine schöne Woche verbringen, gesund in Riva ankommen
und Spaß haben. Unsere gemütliche Runde endete aber schon bald, da die
meisten von uns doch recht müde von der Anreise waren. Also gingen wir
bereits gegen 10 ins Camp zurück.


Etappe
1: So, 24.06.07
Trotzdem der Start erst für
10.00 Uhr vorgesehen war, gab es
dich tatsächlich Spezialisten im Camp, die ihren Wecker bereits auf 5
Uhr morgens gestellt hatten und dann doch tatsächlich auch schon
aufstanden. Die erste Nacht war sehr unruhig gewesen. Wir versuchten
zwar noch ein wenig weiter zu schlafen, aber gegen halb 6 war es vorbei
mit der Ruhe. Die Meisten gaben sich geschlagen und standen dann mit
den Anderen auf, so auch wir. Nach dem Frühstück hieß es sich umziehen,
Tasche packen und abgeben und dann warten auf den Start. Zum Glück war
der Morgen schon recht warm und die Sonne schien herrlich, so dass wir
uns noch ein wenig in die Sonne setzen konnten. Je näher der Start kam,
desto nervöser und angespannter wurden alle Fahrer. Die Toiletten am
Start waren alle blockiert, was bei über 1000 aufgeregten Teilnehmern
nicht verwunderlich war. Und dann war es endlich soweit, pünktlich um
10 viel der Startschuss. Die erste Etappe sollte eine Einrolletappe
werden. Sie ging von Oberammergau nach Imst, war 109 km lang und es
galt 18809 Hm zu überwinden. Zunächst ging es recht flach über den
Ammernsattel und dann über das 1894 m hohe Hahntennjoch (1884m)nach
Imst (Österreich). Eine landschaftlich schöne Strecke, deren
schwierigster Teil erst am Ende kommt, den das Hahntenjoch, mit seine
zum Teil 14% Steigungen kann schon ewig lang werden, wenn man sich am
Anfang verleiten lässt und zu schnell losfährt und damit überzieht.
Auch machte es die vom Himmel prasselnde Sonne und Temperaturen um
28-30° C nicht unbedingt leichter. Aber in diesem Jahr schafften alle
unsere Teams die Strecke ohne Probleme. Unser Mixed Team bekam sogar
eine Notladung eines Kleinflugzeuges auf dem Hahntenjoch mit. Nebenbei
dem Pilot war nichts passiert. Das Flugzeug kam ganz unbeschadet auf
dem Boden an.
Im Ziel in Imst empfingen uns Sylvia, Erika und Siggi. Nach einer
Dusche und dem Aufbau des Schlafplatzes im Camp und einer kurzen
Relaxphase tranken wir alle noch ein "kleines Blondes" oder anderes,
bevor es zur Pasta-Party und später zum Camp ging.
Zwischenergebnisse
nach der 1.
Etappe:
Gernot und Jana: Mix: 75. Platz
nach einer
Fahrzeit von 5:17.46,7 Stunden
Gesamtwertung: 540 Platz
Immo und Andreas: Grand
Master: 18. Platz
nach einer
Fahrzeit von 3:56.56,6 Stunden
Gesamtwertung: 208 Platz
Etappe
2: Mo, 25.06.07
Heute ging es von Imst über
den Arlbergpass (1795m)und die
Bielerhöhe (2032m)nach Ischgl. Es galt insgesamt 146 km und 3295 Hm
zurück zulegen.
Um 9 Uhr standen Gernot und Jana mit den anderen am Start. Beide waren
etwas sehr müde, da sie auch in dieser Nacht nicht wirklich gut im Camp
schlafen konnten. Aber es versprach ein schöner sonniger Tag zu werden
und als dann das Feld, nach dem Start, ins Rollen kam, verging die
Müdigkeit. Es ging in größeren Gruppen zügig zum Arlbergpass und man
musste zum Teil schon ganz schön aufpassen, da manchmal doch ganz schön
unruhig und unrhythmisch gefahren wurde. Und so kam es, dass in der
Gruppe in der sich Gernot und Jana befanden mehrere Fahrer in einen
Sturz verwickelt waren. Beiden hatten Glück und blieben vom Sturz
verschont. Jana hatte zufällig ein Handy dabei und rief das Jeantex
Tour-Transalp Medical Team an, damit diese schnellstmöglich zur Hilfe
kommen konnten. Dabei stieß ein anderer Fahrer versehentlich gegen ihr
angelehntes Rad, so dass dieses umfiel. Erst dachte Jana sich nicht
dabei und musste dann aber bei der Weiterfahrt am Arlberg feststellen,
dass es ihre Schaltung verstellt/verbogen hatte, so dass sie
Schwierigkeiten beim Schalten bekam, was wie man sich denken kann sehr
ungünstig am Berg war. Nach einer langen Abfahrt vom Arlbergpass ging
die Strecke nach Schruns und Gaschun, bevor der letzte Anstieg des
Tages begann, die Bielerhöhe. Am Anfang noch nicht so steil begann der
Anstieg und es ging in Serpentinen durch den Wald, bis sich dann auf
einmal eine Wand, die ewig lang zu sein schien, vor den Fahrern
aufbaute. Das war also die Bieler Höhe. Und so wie Uli Stancius es uns
am Abend vorher beim Briefing schon gesagt hatte, baute sich diese
Passtrasse tatsächlich wie eine riesige Wand vor einem auf, wo man am
Anfang erstmal denkt "Oh Gott…." Mittlerweile war es auch wieder sehr
heiß geworden, so dass man auch froh war die Wasserflaschen an der
letzten Labe gefüllt zu haben. Der Anstieg zog sich auch ganz schön und
dann erblickte man die Staumauern des Vermunt Stausees.. Vorbei am
türkisblauen Stausee, umringt von schneebedeckten Bergen, ging es
flacher zum letzten 5 km-langen Anstieg, bis man dann endlich auf der
Passhöhe am Silvretta Stausee ankam. Danach wurde man mit einer
herrlichen 15km langen Abfahrt nach Ischgl belohnt. Und in Ischgl
warteten Sylvia, Erika und Siggi wieder um Ziel mit guter Laune auf
uns. Und während Jana beim Duschen war, brachte Sylvi und Andreas ihr
Rad zum Roseversand, die sich ihrer Schaltung annahmen.
Zwischenergebnisse
nach der 2.
Etappe:
Gernot und Jana: Mix: 59.
Platz
nach einer Fahrzeit
von 6:57.03,5 Stunden
Gesamtwertung: 506 Platz
Immo und Andreas: Grand
Master: 16. Platz
nach einer
Fahrzeit von 5:39.26,5 Stunden
Gesamtwertung: 210 Platz


Etappe
3: Die, 26.06.07
Am 3. Tag ging es von Ischgl
über Landeck, über die
Norberthöhe, den Reschenpass und die Vinschgauer Höhenstrasse nach
Naturns. Insgesamt mussten heute 156 km mit 2852 Hm bewältigt werden.
Dies war zwar die längste Etappe der Tour 207, aber nicht die
Königsetappe. Die Königsetappe sollte erst am nächsten Tag sein. Aber
es galt erstmal den heutigen Tag schaffen.
Bis zu den frühen Morgenstunden hatte es geregnet und es war deutlich
kühler geworden. Die Schneefallgrenze war auf 2500 Meter gefallen. Aber
bereits zum Frühstück kam die Sonne raus und zum Start war es wieder
wärmer.
Nach einer über 20km Abfahrt gleich nach dem neutralisierten Start,
hieß es auch schon die ersten Höhenmeter zu überwinden. Dort zog sich
das Feld bereits auseinander. Ab Landeck ging es insgesamt leicht
wellig, zwischendurch die Schweiz kreuzend, zur Norbertshöhe. Und dann
weiter zum Reschenpass. Und dann waren wir in Italien, durch das uns
auch die restlichen Etappen führen würden. Rainer hatte heute leider
etwas Pech. Er verlor Zeit, weil er einen Reifenschaden hatte und kam
somit einige Minuten später wie Christian ins Ziel
Insgesamt war es heute der längste Tag auf dem Rad. Es war zwar nicht
der steilste Tag oder der mit den meisten Höhenmetern, seine
Herausforderung lang in der Länge. Die schnellsten waren Andreas und
Immo. Sie kamen nach 5:45 Stunden in Naturns an. Unsere Begleiter
warteten wie immer geduldig im Ziel. Und Sylvi holte sich dabei einen
schönen Sonnenbrand.
Zwischenergebnisse
nach der 3.
Etappe:
Gernot und Jana: Mix: 68.
Platz
nach einer Fahrzeit
von 7:06.03,4 Stunden
Gesamtwertung: 503 Platz
Immo und Andreas: Grand
Master: 19. Platz
nach einer
Fahrzeit von 5:45.16,1 Stunden
Gesamtwertung: 220 Platz
Etappe
4: Mi, 27.06.07
4. Etappe - Königsetappe.
Von Naturns ging es über eine der
höchsten Passstrassen der Alpen dem Stilfser Joch (2770 m) nach
Livigno. Insgesamt galt es heute 118 Km mit 3576 Hm zu überwinden.
Am Morgen schien bei nur leicht bedecktem Himmel und angenehmen
Temperaturen die Sonne und es versprach ein schöner Tag zu werden mit
einer super Sicht vom Stilfser Joch ins Tal und auf den daneben
liegenden Ortler (3905). Start war wie immer um 9. Es ging zuerst
leicht ansteigend, im zügigen Tempo und bei Gegenwind nach Trafoi. Gut
war, wen man auf der Strecke ne Gruppe hatte. In Trafoi war bereits die
erste Labe, bevor es mit dem Anstieg zum Stilfser Joch weiter ging.
Insgesamt galt es 1879 Hm am Stück, auf 28 Km Länge mit bis zu 12
Prozent Steigung, in 48 Kehren zu überwinden. Das stellte eine große
Herausforderung für alle dar, da man ja bereits 3 Tage mit mehreren
Passüberquerungen und etlichen Höhenmetern hinter sich hatte. Aber ein
klasse Erlebnis war es trotzdem, als man sich Kehre für Kehre, der eine
schneller, der andere langsamer, das Joch hochgekurbelt hatte und dann
am höchsten Punkt des Passes angekommen war. Leider blieb den Fahrern
nur wenig Zeit den Blick zu genießen. Während der Auffahrt, hatte sich
der Himmel nämlich zugezogen und es begann zu regnen bzw. gab es sogar
auch leichten Schneeregen. Dadurch erschwerte sich die Abfahrt nach
Bormio, so dass man zusehen musste, so schnell wie möglich vom St. Joch
runter zu fahren. Auch wurde die Abfahrt durch mehrere unbeleuchtete
Tunnel erschwert. Die Mitarbeiter des J.-Tour-Teams gaben aber
rechtzeitig Zeichen, um das Tempo soweit zu verringern, so dass man
unbeschadet durch die Tunnel kam. Nach der 20km Abfahrt erreichte dann
die Fahrer Bormio. Und von dort waren es dann auch "nur" noch 36 km mit
nur noch 2 Pässen (dem Passo Foscagno 2291m und dem Passo dÉira 2210m)
und ca 1200 Hm bis ins Ziel. Diese "nur noch 36km" zogen sich aber doch
noch einmal ganz schön. Im Ziel in Livigno (1869 Hm) erwarteten uns
Sylvia, Erika und Siggi mit super leckeren Schinken und Käse aus der
Region.. Nach 4 Tagen Müsli, Nudeln, Power Gels und Riegel war der
Schinken und Käse eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.
Am Abend wieder Pasta-Party mit Nudeln. .
Zwischenergebnisse
nach der 4.
Etappe:
Gernot und Jana: Mix: 54.
Platz
nach einer Fahrzeit
von 7:22.17,4 Stunden
Gesamtwertung: 485 Platz
Immo und Andreas: Grand
Master: 15. Platz
nach einer
Fahrzeit von 6:10.49,6 Stunden
Gesamtwertung: 219 Platz
Etappe
5: Do, 28.06.07
Die Nacht vom Mittwoch zum
Donnerstag, sanken die
Temperaturen enorm. Unsere Mädels auf dem Campingplatz in ihren Autos
mussten ganz schön bibbern. Die Temperatur sank in der Nacht bis auf 3°
Grad. Wir im Camp bekamen von der Kälte nicht viel mit, nur am Start
war es noch sehr kühl, aber dadurch dass die Sonne zeitig schien und
der erste Anstieg bereits kurz nach dem Start war, wurde uns sehr bald
warm.
Die 5. Etappe ging von Livigno über den Forcola Pass (2315) und den
Passo Mortirolo (1850) nach Ponte di Legno. Sie war 119km lang und es
galt 2814 Hm zu überwinden.
Wie bereits gesagt folgte kurz nach dem Start und einer Ehrenrunde
durch den Livigno der Anstieg zum Passo di Forcola di Livingo, welchem
eine mehr als 30km lange Abfahrt nach Tirano folgte. Kurz nach Tirano
begann auch schon der 2. und letzte Anstieg des Tages nach Trivigno und
zum Passo Mortirolo. Dieser 20km lange Anstieg war aber nicht zu
unterschätzen. Der Passo Mortirolo wurde zwar nicht von der steileren
Seite, die schon beim Giro di Italia gefahren wurde, gefahren, aber
auch die gemäßigter Seite hatte es in sich. Mit z.T. 18% Rampen, war er
einer der steilsten Anstiege der gesamten Tour. Und die Temperaturen
kletterten auch wieder auf fast 30 Grad.
An diesem Tag bekam Jana ganz schön Probleme. Die Nacht über plagten
sie Durchfälle und tagsüber bekam sie Magenbeschwerden/-krämpfe, so
dass ihr diese Etappe alles abverlangte. Auch bereitete ihrem Knie die
Steilheit des Anstiegs zum Passo Mortirolo größere Probleme, deshalb
kam unser Mixed Team heute auch erst nach 6.33 Stunden. Gernot musste
heute ganz schön Schwerstarbeit leisten, immer wieder musste er Jana
unterstützen und schieben, was vor allem bei den steilen Passagen nicht
einfach war. Aber Jana war ihm dafür und dass er sie heute ganz
besonders immer wieder aufbaute und motivierte sehr dankbar. Unsere
anderen Teams kamen mit der heutigen Etappe besser klar und erreichten
das Ziel in Ponte di Legno wieder mit sehr guten Zeiten.
In Ponte di Legno warteten neben unseren Mädel, kalte Duschen und ein
Camp, dass man nur mit einem Shuttle Bus erreichen konnte und nur 2
Toiletten für 120 Campschläfer hatte, auf uns. Die kalten Duschen waren
nun wirklich weniger schön. Wir konnten von Glück sagen, dass es nicht
geregnet hatte oder kalt war. Und so hieß es dann halt Zähne
zusammenbeißen und durch. Am Abend war wie immer Pasta-Party und es gab
wie immer lecker Nudeln. Aber so langsam konnten wir Nudeln nicht mehr
sehen. Auch unsere Mädels hatten genug davon. Etwas Abwechslung
zwischendurch wäre nicht schlecht gewesen. Janas Magen rebellierte
schon bei dem bloßen Gedanken Nudeln essen zu müssen. Für sie wurde der
Abend auch nicht lang. Beizeiten ging sie ins Camp und versuchte sich
von der heutigen Etappe zu erholen, den Riva war nicht mehr weit. Nur
noch 2 Tage. Und die Tour aufgeben und aus dem Rennen aussteigen, so
kurz vor dem Ziel, wollte sie auf keinen Fall.
Zwischenergebnisse
nach der 5.
Etappe:
Gernot und Jana: Mix: 61.
Platz
nach einer Fahrzeit
von 6:33.39,3 Stunden
Gesamtwertung: 483 Platz
Immo und Andreas: Grand
Master: 20. Platz
nach einer
Fahrzeit von 5:11.01,6 Stunden
Gesamtwertung: 226 Platz

Etappe
6: Fr, 29.06.07
Die sechste und vorletzte
Etappe von Ponte di Legno über den
Passo Tonale (1884), das Brezer Joch (1410) und den Mendelpass (1378)
nach Kaltern (412) präsentierte sich wieder im strahlenden Sonnenschein
und hochsommerlichen Temperaturen. Mit 108 km mit 2352 Hm war es die
zweitkürzeste Etappe der diesjährigen Tour.
Pünktlich um 9 erfolgte wieder der Startschuss. Jana hatte heute Morgen
immer noch Probleme mit dem Magen und das Knie schmerzte weiterhin. Den
ersten Pass konnte sie noch zu Ende fahren, aber dann musste sie die
heutige Etappe wegen der Beschwerden doch abbrechen. Sylvi, die heute
dem Tross der Transalpler hinterher fuhr, gabelte Jana auf dem Passo
Tonale auf und nahm sie mit nach Kaltern, wo sich bei der Tour Office
als nicht gefinisht meldete und somit ihr Team eine Strafzeit von 10
Stunden bekam. Es war jetzt aber nicht so, dass unser Mixed Team aus
dem Rennen war. Am nächsten Tag, durften sie wieder starten und waren
weiter dabei.
Gernot fuhr die Etappe nach Kaltern zu Ende und überquerte die
Ziellinie mit einer super Zeit noch vor unseren anderen drei Teams.
Auch in diesem Jahr gab es in Kaltern eine Sonderedition des bekannten
Rotweins "Kalterer See" extra für die Jeantex Trans Alp Tour. Dies war
ein tolles Mitbringsel, das von den Transalplern begeistert aufgenommen
wurde. Natürlich auch von unsere Gruppe. Und die erste Flasche wurde
bereits am Abend vorgekostet.
Da alle Teams heute zeitiger im Ziel waren, blieb am Nachmittag noch
Zeit ein wenig durch Kaltern zu bummeln. Allerdings kamen Sylvi,
Andreas, Gernot und Jana nicht weit. Die erste "Pommes Bude" die sie
fanden wurde gestürmt und mit Heißhunger wurden große Portionen Pommes,
Kartoffelsalat und Cola vernichtet. Danach ging es allen wieder besser.
Zwischenergebnisse
nach der 6.
Etappe:
Gernot und Jana: Mix: 74.
Platz
nach einer Fahrzeit
von 10:00.00,0 Stunden
Gesamtwertung: 529 Platz
Immo und Andreas: Grand
Master: 22. Platz
nach einer
Fahrzeit von 4:15.37,8 Stunden
Gesamtwertung: 231 Platz


Etappe
7: Sa, 30.06.07
Heute war die letzte Etappe!
Es trennten uns nur noch 100 km
und 1774 Hm vom Ziel in Riva. Voller Vorfreude und bei strahlendem
Sonnenschein warteten alle Transalpler am morgen ungeduldig auf den
Start. Für unsere Teams war die Devise nur keine Stürze mehr auf den
letzten Kilometern, vielleicht noch einmal eine gute Zeit fahren und
wenn möglich die letzte Strecke genießen.
Um 9 ging es von Kaltern (412) 35km relativ flach und sehr zügig nach
Mezzolomardo zum vorletzten Anstieg der Tour nach Andalo 1060), von
dort folgte eine ca 25km lange Abfahrt nach Ponte Arche (404) zum
Schlussanstieg auf den Passo del Ballino (796). Die Zeitnehmung
erfolgte bereits auf der Schlussabfahrt am Tenno-See, damit man die
Abfahrt mit dem Blick auf den Gardasee und das grandiose Gefühl es
geschafft zu haben, so richtig genießen konnte. Und es nicht doch noch,
so wenige Kilometer vor Riva zu einem Sturz kommt.
In Riva del Garda wurden alle Transalpler von zahlreichen Zuschauern
und mitgereisten Freunden unter riesigem Jubel empfangen. Als erstes
von unseren Teams ereichten Rainer und Christian das Ziel nach einer
Zeit von 3:15 Stunden gefolgt von Immo und Andreas mit einer Zeit von
3:17 Stunden. Bernd und Frank brauchten für die letzte Strecke 3:13
Stunden. Jana war heute auch wieder am Start. Ihr Magen hatte sich
soweit wieder beruhigt. Gernot und sie wollten die letzte Strecke noch
einmal genießen. Nach 4.05 Std. kamen auch sie in Riva an.
Und trotz aller Strapazen, trotz aller Leiden war es doch irgendwie
Schade, dass die Woche vorbei war. Wir hatten eine unvergessliche Zeit.
Wir haben gekämpft, gelitten, gelacht und Spaß gehabt. Wir haben ein
wenig Radsportluft geschnuppert und einen anderen Alltag kennengelernt.
Einen großen Anteil, dass diese Zeit uns so unvergesslich bleiben wird,
hat das gesamte Team der Trans Alp-Organisation, die diese Woche
einfach perfekte organisiert hatte und auch unsere Beleitteams Sylvia,
Erika wollen wir nicht vergessen, ohne die vieles schwere geworden
wäre.
Am Abend fand dann die Pasta Party mit Siegerehrung und anschließender
Übergabe der Finisher Trikots statt. Nun konnten wir den Abend genießen
und feiern. Die Beine baumeln lassen und stolz auf die Leistung unseres
Teampartners und unserer eigener Leistung sein.
Für alle von uns war es
jedenfalls ein großartiges Erlebnis.
Ob es ein nächstes Mal geben wird…, wer weiß....?
Endergebnisse:
Gernot und Jana: Mix: 72. Platz
Gesamtwertung: 524 Platz nach einer Fahrzeit von 47:22.49,0 Stunden
Immo und Andreas: Grand
Master: 17. Platz
Gesamtwertung: 242 nach einer Fahrzeit von 34:16.30,8 Stunden
Dankeschön
An dieser Stelle nochmals
vielen Dank an unsere Begleitteams
Sylvia, Erika und Siggi. Vor allem Sylvia wollen wir hier besonders
erwähnen. Einen großen Dank an Sie.
Sie hat uns die ganze Woche
unterstützt, aufgemuntert, zum Lachen gebracht und, und, und …. Ohne
sie wären viele Sachen fiel schwerer zu bewältigten gewesen. Und wir
sind sehr froh sie bei uns gehabt zu haben.
R.Rittmeyer / G.Rußig /
J.Klempin / A.Klempin
Von mir an dieser Stelle
auch einen großen Dank an Gernot für
seine Unterstützung während der Tour. Er hat immer gewusst wann er mich
aufmuntern musste und wie er mich zum Lachen bringen konnte. Und nicht
zu vergessen sein starker rechter Arm.
J.Klempin