
Jeantex-TOUR-Transalp
26.06. – 02.07.2005
Pirnaer Radsportler erfolgreich bei der härtesten Alpenüberquerung mit dem Rennrad
Am Sonntag, den 26. Juni 2005, starteten 550 Zweierteams aus 20 Nationen in Oberammergau zur dritten Jeantex-TOUR-Transalp. Unter ihnen auch Immo Rittmeyer und Rainer Schuhmann vom 1. Radverein Pirna, die auch 2004 die Tour über die Alpen erfolgreich als eines der ältesten Teams absolvierten. Sieben lange und harte Bergetappen über die schönsten, aber auch schwersten Pässe der Alpen lagen in Riva del Garda, am 02. Juli 2005, hinter den Rennfahrerrinnen und Rennfahrern. 785 Kilometer, 18.810 Höhenmeter und 17 Pässe waren in einer Woche zu bewältigen. Jede Etappe hatte ihre besonderen Reize und forderte von den Teilnehmern volle Konzentration. Die erste Etappe zum einrollen, ging über 109 km vom Oberammergau über das 1.894 m hohe Hahntennjoch nach Imst in Österreich. Von hier aus führte die längste Etappe mit 147 km über den Arlberg (1.793m) und über die Silveretta-Hochalpenstraße auf die Bielerhöhe (2.037m) und weiter in den bekannten Skiort Ischgl. Am dritten Tag fuhr der Tross 101 km ins Engadin nach Scuol und betrat Schweizer Boden. Von Scuol ging es dann weiter ins Oberengadin nach Portresina. Auf der diesjährigen Königsetappe mussten die Rennfahrer den Flüela- (2.383m) und den Albulapass (2.312m), insgesamt 3.613 Höhenmeter, überwinden. Zum ersten Mal kam zu den anstrengenden Anstiegen, Regen und Kälte hinzu. Am fünften Tag, von Pontresina über die italienische Grenze nach Bormio, wartete das „Dach der Tour“ auf die 1100 Rennfahrer. Schier endlos schien der Weg über die 48 Kehren auf das Stilfserjoch (2.797m), das sich wie eine Wand vor den Teams aufbaute. Jeder Radsportinteressierte erinnert sich an den Einbruch des Radprofis Ivan Basso beim diesjährigen Giro d’Italia. Die sechste Etappe von dem WM-Skiort Bormio nach Madonna di Campiglio war gekennzeichnet von Regen und Kälte. Für viele Teams war die Strecke über den technisch anspruchsvollen Passo Gavia (2.652m) und den Passo Tonale (1.852m) bedingt durch das schlechte Wetter, die wahre Königsetappe. Die siebente und letzte Etappe von Madonna di Campiglio nach Riva del Garda war mit 71 km die kürzeste Strecke der diesjährigen Jeantex-TOUR-Transalp. Dennoch hatte es der Passo Danone und der Passo Durone mit ihren „kurzen“ steilen Anstiegen auf schmaler Straße noch einmal in sich, bevor es nur noch bergab zum Gardasee ging. Bei herrlichen Sonnenschein und unter den Anfeuerungen der radsportbegeisterten Zuschauer waren die Erschöpfungen schnell vergessen und so fuhren alle Finisher triumphierend über die Ziellinie in Riva del Garda. Die Radsportfreunde vom 1. Radverein Pirna belegten in der Gesamtwertung den 249. Platz. In der Kategorie „Grandmaster“ (Teamlebensalter über 100 Jahre) erreichte Immo Rittmeyer (69 Jahre) und Rainer Schuhmann (55 Jahre) von 70 Teams den 24. Platz. Mit einer Gasamtfahrzeit von 35 Stunden und 9 Minuten erreichten sie eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,6 km/h. Das Siegerteam, die Radprofis Malte Urban und Jens Schwedler aus Hamburg, absolvierten die gleiche Strecke mit einer Schnittgeschwindigkeit von 30,1 km/h!
Henrik Tittel / 1.RV Pirna